Die Glutano Geschichte

Blog-Beitrag1So fing alles an: Die Marke Glutano hatte ihren Ursprung bereits im Jahr 1972, als die “3 Pauly Reform und Diät GmbH” begonnen hatte, glutenfreie Produkte für Reformhäuser zu produzieren. In den folgenden Jahren begann das Unternehmen zu exportieren. Im Jahre 2001 wurde dann die Glutano GmbH gegründet, nach Strategie- & Strukturwandel Tochterfirma der “Pauly Biskuit AG”. 2004 kam der Eintritt in die deutschen Supermärkte: Ein neuer Vertriebskanal öffnete sich. Dann folgte der entscheidende Schritt:

2006 wurde die Glutano GmbH von der Unternehmensgruppe Dr. Schär übernommen. 2008 erfolgte ein Relaunch der Marke: Glutano wurde von Grund auf erneuert und entwickelte sich zum Marktführer im LEH in Deutschland. Seit 2011 ist Glutano in den Regalen der wichtigsten deutschen Supermarktketten vertreten.

Brot und Getreide2011 startete auch dieser Blog. Mehr als 240 kleine und große lesenswerte Artikel informierten Sie seitdem regelmäßig über Hintergründe, Aktuelles und Wissenswertes rund um glutenfreie Ernährung, Zöliakie, Gluten … Wir beschrieben neue Studien und Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft. Wir gaben Buch- und Veranstaltungstipps, berichteten über Kurioses, Lustiges, Interessantes. Dreieinhalb Jahre. Aus einer Hand!

Das ist nun leider vorbei, denn Glutano wird aus den Regalen verschwinden. Und leider auch dieser Blog. Denn:

Aus Glutano wird Schär

Glutano, die Nummer 1 für glutenfreie Trockenprodukte im Supermarkt, wird ab Herbst diesen Jahres  in das Sortiment der Schär-Produkte integriert und unter dem Namen Schär weitergeführt.

Damit vereint die Unternehmensgruppe Dr. Schär beide Marken unter der traditionsreichen Marke Schär und bietet als europäischer Marktführer das breiteste Sortiment in einer noch nie dagewesenen Verfügbarkeit. Die Entscheidung für die Marke Schär lag auf der Hand: Im Vergleich zu Glutano, die Dr. Schär 2006 unter sein Markendach holte, verfügt Schär über das breitere Sortiment und die größere Innovationskraft. Schär ist dementsprechend ab Herbst nicht nur wie bisher in Reformhäusern und Drogeriemärkten, sondern flächendeckend auch in gut sortierten Supermärkten verfügbar. Auf diese Weise können Konsumenten ihren gesamten Bedarf in ihrer gewohnten Einkaufsstätte abdecken.

Toller Service von Schär

Das Unternehmen teilt seine Kompetenz nicht nur mit Experten, sondern hat es sich zur zentralen Aufgabe gemacht, Menschen mit besonderen Ernährungsbedürfnissen ab dem Zeitpunkt der Diagnosestellung mit Rat und Tat zu unterstützen. Regelmäßige Informationsveranstaltungen wie der „Glutenfree World Day“, das Konsumentenmagazin „Magalog“ oder der „Schär Club“ bieten den Betroffenen ein umfangreiches Angebot an nützlichen Informationen. Es reicht von Aufklärung für Erwachsene und Kinder, über praktische Tipps bis hin zur Vernetzung mit anderen Betroffenen. Außerdem gibt es mit dem Dr. Schär Callcenter über kostenlose Service-Nummern für interessierte Verbraucher eine individuelle telefonische Beratung. Die Online-Plattform www.GlutenfreeRoads.com, die auch als App übers Smartphone verfügbar ist, erleichtert Betroffenen zudem die Suche nach glutenfreien Restaurants, Pizzerien, Hotels und Einkaufsmöglichkeiten weltweit.

Innovativ dank Forschung und Wissenschaft

Die Unternehmensgruppe Dr. Schär investiert seit Jahren in die Forschung und Entwicklung glutenfreier Lebensmittel. Im letzten Herbst feierte das Dr. Schär eigene Forschungszentrum 10-jähriges Bestehen und kann mit Stolz zurück und in die Zukunft blicken: In den letzten Jahren sind dem Team aus Forschung und Entwicklung von Dr. Schär wahre Quantensprünge gelungen. Buchweizen, Hirse, Quinoa, Sorghum und Zwerghirse – mit diesen Getreidesorten, die natürlicherweise kein Gluten erhalten – wurden innovative Produkte entwickelt und das Sortiment stetig erweitert.
Weitere Informationen zur Marke Schär gibt es auf der Markenwebseite www.schaer.com.

Wir sagen Tschüss

Wir von Glutano verabschieden uns und wünschen allen Zöliakiebetroffenen, Personen mit Gluten Sensitivity oder Weizenallergie und Menschen, die auf eine glutenfreie Ernährung achten weiterhin viel Gesundheit und glutenfreies Glück.

Herzlichst, Ihre Glutano-Blogredaktion


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Glutenfrei bei Maus und Elefant

MausVor kurzem lief eine ganz besondere Folge von der Sendung mit der Maus. In der Sachgeschichte geht es um ein ganz normales Mädchen, Alexandra, das für ihr Leben gern reitet, aber beim Essen ganz besonders auf bestimmte Regeln achten muss. Von einfachen Brötchen, Eiswaffeln, vielen Pizzen und Kuchen muss sie deswegen die Finger lassen. Ihr Körper verträgt es nicht, wenn sie Weizenprodukte isst.

ARD-Maus3Anhand einiger Beispiele und Alltagssituationen wird dabei Zöliakie informativ, ganz einfach und kindgerecht erklärt. Ein toller Beitrag bei der „Maus”, finden wir. Da viele Kinder Zöliakie-Betroffene sind, ist es besonders lobenswert, dass das Thema Zöliakie und glutenfreie Ernährung bei einer Kindersendung behandelt wurde.

Nachzuschauen unter: http://www.ardmediathek.de/tv/Die-Sendung-mit-der-Maus/Sachgeschichte-Z%C3%B6liakie/Das-Erste/Video?documentId=21586594&bcastId=1458

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Schär jetzt auch in Ihrem Lieblingsgeschäft

aboutpixelde _einkaufen_mr-nicoWer sich auf ein glutenfreies Leben einstellen muss, wünscht sich ein gutes Stück Normalität – und dazu gehört auch das Gefühl, auf nichts verzichten zu müssen. Das Einkaufen im Supermarkt wird jedoch immer einfacher: Der Großteil der Marken, die ein glutenfreies Sortiment anbieten, ist mit der leichterkennbaren durchgestrichenen Ähre gekennzeichnet. Falls Sie keine Kennzeichnung finden, müssen Sie genau die Zutatenliste lesen. Sollten Sie immer noch unsicher sein, ob ein Lebensmittel wirklich glutenfrei ist, können Sie den Hersteller direkt kontaktieren. Dieser wird Ihnen eine genaue Auskunft geben. Die Listen der Deutschen Zöliakie Gesellschaft unterstützen Sie ebenfalls bei der Auswahl der Lebensmittel.

EinkaufswagenmitProduktenGlutano legt Wert darauf, die landläufig beliebtesten Lebensmittel auch ohne Gluten anzubieten: Pasta, Brot, Snacks & Co. schmecken nicht nur wie ihre „originalen“ Vorbilder, sondern stecken auch voller wertvoller Zutaten für eine ausgewogene Ernährung ohne Gluten. Die Marke aus dem Hause Dr. Schär hat heute ein kompaktes glutenfreies Sortiment aus etwas mehr als 20 schmackhaften Produkten.

Eine noch größere Produktvielfalt bietet Schär, der Innovations- und Marktführer in Europa. Auch Kekse, Kuchen, Salzgebäck, Zwieback, Müsli, Corn Flakes, Pizza oder andere Tiefkühlprodukte sind im vielfältigen Angebot. Besonders sticht das derzeit wohl beste glutenfreie Brot am Markt, das Schär “Meisterbäcker`s” in seinen Sorten Classic, Mehrkorn und Vital hervor.

An alle Glutano-Kunden daher die gute Nachricht: Ab sofort werden Sie in den Märkten von REWE und REAL vermehrt auch Schär Produkte finden. Es ist uns als Dr. Schär ein Anliegen, dass Sie in Ihrer gewohnten Einkaufsstätte die beste Auswahl und die innovativsten Produkte erhalten. Denn es ist seit jeher unsere Philosophie, Menschen mit speziellen Ernährungsbedürfnissen ein möglichst sorgenfreies sowie normales Leben zu ermöglichen. Daher sind wir bestrebt, unsere besten Produkte überall, das heißt, auch in Ihrem Lieblingsgeschäft, anzubieten. Das gelingt uns mit Schär am besten. Finden Sie die Nr. 1 für Glutenfrei ab sofort in einer nie dagewesenen Verfügbarkeit im deutschen Handel.

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Speisekarten Kennzeichnung Teil II

aboutpixelde_feine-Tafel-vor-Mauerwand_ Rainer-SturmZöliakie fordert nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Lebensmittelindustrie und Gastronome. Wie wir bereits berichteten (http://blog.glutano.com/zoliakie/kennzeichnung-speisekarten.html) müssen in Speisekarten ab Ende dieses Jahres alle Inhaltsstoffe, die Allergien auslösen können, angeführt werden. Gemäß der neuen EU-Lebensmittelinformationsverordnung (EU-Verordnung Nr. 1169/2011) muss also auch bei unverpackten Waren über Allergene informiert werden. Diese Pflicht zur Allergendeklarierung (inklusive Restaurants und Kantinen) tritt ab 13. Dezember 2014 in Kraft.

Bisher ist eine Kennzeichnung von glutenhaltigen Lebensmitteln nicht verpflichtend. „Aber mit dem Thema stoßen sie gerade in ein Wespennest“, so Andreas Buß, Vorsitzender der Vereinigung der Köche Marburgs in einem Artikel in der Oberhessischen Presse. „Die EU fordert, dass die 14 Zusatzstoffe, die häufig zu Unverträglichkeit führen, ab Dezember 2014 einheitlich gekennzeichnet werden“, so Buß. „Das ist ein Riesen-Aufwand.“ Wie auch die Gastronome in die Pflicht genommen werden, ihre Speisekarten zu deklarieren, ist noch unklar. „Der Bund der Köchevereinigung kann derzeit noch keine Richtlinie herausgeben. Es steht noch nicht einmal fest, welche Forderungen genau umgesetzt werden sollen“, erklärt Buß weiter. Er beobachte schon seit längerer Zeit, dass sich die Industrie auf die Veränderungen des Marktes einzustellen versucht – die Gastronomie jedoch noch hinterher hinkt. „Viele Gastronome weisen schon etwas aus. Aber noch nicht richtig.

Die Industrie beginnt sich schon jetzt ein- und umzustellen. So haben einige ihre Produkte bereits deklariert.“ Die Informationspflicht haben sie schon längst als Chance erkannt. Schließlich geht es ihnen darum, genau die Menschen wieder an den Tisch zu bekommen, die sich derzeit zu Hause ihr eigenes Süppchen kochen (müssen).

Quelle: http://www.op-marburg.de/Lokales/Marburg/Getreide-als-moderner-Krankmacher

 

 

 

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Videotipp: Denn sie wissen nicht, was Gluten ist …

aboutpixel-de_Broetchentuete_Ronald-LeineGluten. Für viele ein Stoff, der in Lebensmitteln wie Pizza, Pasta oder Brot steckt, schädlich ist und dick macht – mehr können die meisten Menschen aber zum Thema Gluten nicht sagen. Aussagen (nicht erfunden!) wie „Ich dachte, das kommt nur in Vollkornbrot vor, ich esse daher nur helles“ oder anders: „Ich esse nur Vollkorn, da ist doch kein Gluten drin, oder?“ zeigen es. Von Glutenunverträglichkeit Nicht-Betroffene haben oft keine Ahnung.

Hier mal ein amüsanter Videotipp zum Thema: Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel fragte in seiner Sendung nach – The Pedestrian Question – What is Gluten? – und bekam haarsträubende Antworten: http://www.youtube.com/watch?v=AdJFE1sp4Fw (leider nur auf englisch, aber gut).

Können Sie einem Unwissenden erklären, was Gluten ist? Vielleicht so: Gluten ist das Klebereiweiß, das für das Herstellen von Teig- und Backwaren etc. wichtig ist, da es den Teig elastisch macht, Flüssigkeit im Teig bindet und so für den Zusammenhalt sorgt. Es kommt typischerweise in Hafer, Dinkel, Gerste, Weizen und Roggen sowie Spelt, Triticale, Emmer, Kamut, Grünkern, Bulgur vor, somit in allen Lebensmitteln, die aus diesen Getreidesorten hergestellt sind.

Glutenfrei sind Mais, Reis, Hirse, Buchweizen, Amaranth, Teff und Quinoa, Kartoffeln und Hülsenfrüchte sowie natürlich Obst und Gemüse, Nüsse, naturbelassene Milch und Milchprodukte, Sahne, Frischkäse oder Parmesan, Fleisch, Fisch, Ei und Öle.

Gluten ist ein komplexes Proteingemisch und erfüllt im Samenkorn eine wichtige Speicherfunktion: Es liefert keimenden Getreidepflänzchen alle Aminosäuren und Eiweißstoffe, die sie zum Wachstum brauchen. Gluten kann die sogenannte Zöliakie auslösen, eine Unverträglichkeit des Dünndarms gegenüber diesem Stoff. Der Dünndarm entzündet sich, wenn ein Betroffener Gluten isst.

Mehr dazu unter in unserem Archiv, u.a. : Was ist Zöliakie?, Glutenfreie Ernährung, Video: Weizen nein, Mais ja, Wen sticht der Hafer?, Gluten macht nicht dick, nur manche krank u.v.m.

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Unkrautvernichter Schuld an Darmerkrankungen?

WeizenfeldEine neue Studie weist auf eine Verbindung zwischen dem weltweit meistverkauften Unkrautvernichtungsmittel Roundup und dem globalen Anstieg von Zöliakie, Glutenunverträglichkeit und Reizdarmsyndrom hin.

Glyphosat (N-(Phosphonomethyl)Glycin), ein Bestandmittel des Unkraut-Vernichter-Produktes Roundup, das vom Unternehmen Monsanto, St. Louis, Missouri USA seit den 70er-Jahren weltweit verkauft wird, soll für den weltweiten Anstieg von Darm-Erkrankungen verantwortlich sein. Es komme bei den Verbrauchern  zu einer absoluten Gluten-Unverträglichkeit. Vor allem Zöliakie, Gluten-Intoleranz oder Reizdarmsyndrom werden dadurch begünstigt.

Laut der von Experten begutachteten amerikanischen Studie der Wissenschaftler Dr. Anthony Samsel und Dr. Stephanie Seneff ergeben sich Parallelen zwischen der zunehmenden Häufigkeit der Erkrankung und dem vermehrten Einsatz des Glyphosat-Herbizids (Roundup), da dieser Schadstoff durch den ständig steigenden Anbau von Roundup-resistenten Gentechnik-Pflanzen vermehrt in die Lebensmittelkette gelangt ist.

Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Journal of Interdisciplinary Toxicology veröffentlicht. Roundup ist eines der meistverkauften Herbizide (Pflanzenschutzmittel) überhaupt. Die Kombination von Glyphosat mit anderen Chemikalien soll das Ausbreiten der gesprühten Tropfen auf den Blättern der Pflanze verbessern – dazu zählt u. a. die oberflächenaktive Substanz Polyoxyethylenamin (Mittel zur Verringerung der Oberflächenspannung). Die Nutzung von Roundup ist insbesondere in jenen Ländern gestiegen, in denen von Monsanto kreierte, Roundup-resistente gv-Nutzpflanzen angebaut werden. Hierzulande wird es seit letztem Frühjahr für den Einsatz im Schrebergarten vermarktet.

Als massive Symptome treten Übelkeit, Durchfall, Hautausschläge, makrozytäre Anämie und Depression auf. In weiterer Folge kann es zu nachhaltigen Ernährungsdefiziten kommen, die die Ursache weiterer Erkrankungen wie etwa der Nieren oder des Herz-Kreislauf-Systems sind. Auch Fortpflanzungsprobleme, Schilddrüsenerkrankungen und Krebs können dadurch begünstigt werden, heißt es. In Nordamerika und Europa leide jeder Zwanzigste an Zöliakie / Glutenunverträglichkeit. Nicht weniger als fünf Prozent der Weltbevölkerung sind von diesen Darmerkrankungen bereits betroffen und sie breiten sich weiter aus, so die Autoren der Studie. Der Auslöser für diese „Epidemie“ ist Glyphosat, der Wirkstoff in dem Herbizid Roundup“, so die Wissenschaftler.

Das Unkrautgift Roundup von Monsanto könnte zudem für eine Serie tödlicher Nierenerkrankungen verantwortlich sein: In einer Studie untersuchten Forscher Anbaugebiete, in denen das Gift seit Jahren flächendeckend eingesetzt wird.

Quellen:
Anthony Samsel / Stephanie Seneff
: „Glyphosate, pathways to modern diseases II: Celiac sprue and gluten intolerance“,Interdisciplinary Toxicology. Band 6, Heft 4, Seiten 159–184, ISSN (Online) 1337-9569, ISSN (Print) 1337-6853, DOI: 10.2478/intox-2013-0026, March 2014

www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=0CDQQFjAB&url=http%3A%2F%2Fwww.degruyte.com%2Fdg%2Fviewjournalissue.articlelist.resultlinks.fullcontentlink%3Apdfeventlink%2F%24002fj%24002fintox.2013.6.issue-4%24002fintox-2013-0026%24002fintox-2013-0026.pdf%3Ft%3Aac%3Dj%24002fintox.2013.6.issue-4%24002fissue-files%24002fintox.2013.6.issue-4.xml&ei=DzpmU8-3G8LY7AbLhIGoBQ&usg=AFQjCNHIg7vtJw3LpHUsd3yXAvLrNG7frQ

http://sustainablepulse.com/2014/02/19/roundup-linked-global-boom-celiac-disease-gluten-intolerance/#.U2Y4_1erNM-

http://www.monsanto.com/sitecollectiondocuments/glyphosate-and-celiac-disease.pdf

 

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Psychische Probleme bei Zöliakie

Eisbeutel bei Kopfschmerzen Depressionen, Kraftlosigkeit, Verhaltensstörungen, Konzentrationsstörungen, fehlende Motivation, Angststörungen, Schlafstörungen und Essstörungen bei Erwachsenen, psychische Auffälligkeiten wie Reizbarkeit und schulische Leistungsschwäche bei älteren Kindern, Wesensveränderungen wie Weinerlichkeit, Müdigkeit, Lustlosigkeit, Apathie bei kleinen Kindern  …

Man liest über solche Symptome, doch es gibt noch nicht so viele Untersuchungen zu der Frage, wie viele Menschen mit Zöliakie tatsächlich auch psychische Probleme haben. Man kann nur vermuten, dass die Dunkelziffer sehr hoch ist.

Wenn Studien zum Thema “Zöliakie und Psyche” durchgeführt werden, ist die Zahl derer, die angeben auch psychisch unter der Zöliakie zu leiden, allerdings beachtlich. Bei einer Studie aus dem Jahr 2012 (Arigo et al., 2012) zum Beispiel, an der 177 zöliakieerkrankte Frauen teilnahmen, berichteten 37 Prozent über depressive Beschwerden und 22 Prozent über Essstörungen. Bei einer anderen Untersuchung aus dem Jahr 2010 (Zingone et al., 2010) wurde die Qualität des Schlafes von Zöliakiepatienten unter glutenfreier Diät und ohne glutenfreie Diät mit der Schlafqualität gesunder Menschen verglichen. Dabei hat sich gezeigt, dass Schlafstörungen bei Menschen mit Zöliakie ein häufiges Phänomen sind. Dies war selbst dann der Fall, wenn sie sich glutenfrei ernährten. Da Schlafstörungen in einem engen Zusammenhang mit Depressionen, Angststörungen und Fatigue, d. h. Erschöpfungszuständen, stehen, sind diese Studienergebnisse als Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Zöliakie und psychischen Beschwerden zu bewerten.

Es liegt es nahe, dass es bei einer Erkrankung wie der Zöliakie, bei der die “richtige”, nämlich die glutenfreie Ernährung, eine so zentrale Rolle im Leben der Patienten spielt, zu Essstörungen kommen kann. Schließlich müssen sich Zöliakie-Patienten, insbesondere Jugendliche, in erheblichem Maße mit ihrem Essverhalten umstellen und fühlen sich dadurch oftmals auch im Umgang mit ihrem sozialen Umfeld beeinträchtigt.

aboutpixelde_Meditation_Johanna-FeckeAngststörungen können sich dadurch äußern, dass die Betroffenen sich grundsätzlich “ängstlicher” in verschiedensten Lebensbereichen verhalten. Sie fürchten mögliche Kontaminationen ihrer Nahrung im eigenen Haushalt, trauen sich aus Angst vor Kontaminationen nicht mehr, außer Haus essen zu gehen oder schlagen Einladungen aus. Zum Teil entwickeln sie regelrechte Phobien. Andere befürchten gesellschaftliche Ausgrenzung durch ihre Erkrankung. Menschen mit Zöliakie können aber auch mit Ängsten reagieren, wenn trotz glutenfreier Ernährung die Symptome nicht abklingen. Oder sie haben Angst davor, an zusätzlichen Unverträglichkeiten, wie z. B. Laktoseintoleranz, Fructosemalabsorption oder Histaminintoleranz zu erkranken oder vor möglichen Folgeerkrankungen der Zöliakie. Viele Patienten berichten insbesondere über ihre Angst vor möglichen Tumorerkrankungen. Für Zöliakiepatienten kann es ausgesprochen schwierig werden, gesunde Vorsicht von übergroßer Angst zu unterscheiden, so Dr. Stephanie Baas, medizinische Beraterin der Deutschen Zöliakie Gesellschaft e.V. (DZG).

Ein Schutz vor dieser Angst kann das verlässliche Wissen darüber sein, was gefahrlos gegessen werden kann und was nicht. Hier ist die fachliche Beratung eines spezialisierten Arztes und Ernährungsberaters eine große Hilfe. Wenn es fest steht, wovor der Patient Angst hat, ist der nächste Schritt die medizinische Aufklärung. Hier ist es wichtig, dem Patienten konkret darzulegen, welche Risiken vorhanden sind und in welchem Maße. In vielen Fällen zeigt sich dann, dass das Risiko, z. B. als Folge einer Zöliakie an einem Tumor zu erkranken, nicht so groß ist, wie befürchtet. Eine weitere Maßnahme wäre, eine qualifizierte Ernährungsberatung und eventuell auch eine Begutachtung des Haushalts, um Kontaminationsquellen zu ermitteln bzw. Schwachstellen zu beseitigen. Ist der eigene Haushalt “sicher”, schafft dies auch persönliche Sicherheit bzw. Freiräume. Sollten sich die psychischen Beschwerden nicht bessern, ist die Behandlung bei einem Psychologen, Neurologen oder Experten für psychosomatische Erkrankungen zu empfehlen, so Baas.

Bekannt ist, dass eine Depression ein mögliches Symptom der Zöliakie ist, die sich unter glutenfreier Ernährung auch bessern kann. Es gibt aber auch Patienten, die erst durch die Diagnose Zöliakie depressiv werden, weil sie ganz einfach mit den damit einhergehenden Einschränkungen nicht zurechtkommen und sich Gedanken über mögliche Folgen machen. (Lesen Sie dazu auch: blog.glutano.com/glutenfreie-ernaehrung/studie-ernahrungsstress-nagt-psyche.html) Möglich ist aber auch, dass bereits vor der Zöliakie-Diagnose eine Depression bestand, die mit der Zöliakie nichts zu tun hat. Die Diagnose einer chronischen Erkrankung wird dann aber sicher erschwerend hinzukommen.

Eine strikte glutenfreie Diät bringt in über 95% eine rasche symptomatische Besserung der körperlichen Beschwerden und meist auch organische Heilung. Ob eine glutenfreie Kost zu einer Besserung zöliakie-assoziierter psychischer Störungen führt, ist leider nicht sicher erwiesen.

Tipp: Lesen Sie in diesem Zusammenhang außerdem: Forschung: Zöliakie und neurologische Folgen (blog.glutano.com/zoliakie/forschung-zoeliakie-neurologie.html)

An der Universität Marburg werden die Auswirkungen auf das kognitive Leistungsprofil und das Spektrum neurologischer Störungen bei Zöliakie systematisch untersucht. Eine weitere Studie untersucht den möglichen Zusammenhang zwischen Zöliakie und ADHS bei Kindern (in Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik für Psychiatrie des Kindes- und Jugendalters Tübingen). Die Entstehungsmechanismen neurologischer Komplikationen bei Zöliakie werden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Zöliakie Gesellschaft (DZG) e.V. und dem Institut für Zellbiologie, Abt. für Immunologie der Universität Tübingen untersucht. Durch ein verbessertes Verständnis der Krankheitsprozesse sollen neue Therapieansätze in Zukunft möglich werden. Mehr unter: http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/umr_neu/16315.html

Quellen:

Psychiatric comorbidities in women with celiac disease, Arigo D, Anskis AM, Smyth JM, Chronic Illn. 2012 Mar;8(1):45-55. doi: 10.1177/1742395311417639. Epub 2011 Sep 20.

The quality of sleep in patients with coeliac disease, Ap&T, F. Zingone, M. Siniscalchi, P. Capone, R. Tortora, P. Andreozzi, E. Capone & C. Ciacci, Alimentary Pharmacology and Therapeutics 2010, 32, 1031 – 1036, BlackwellPublishing

http://www.drschaer-institute.com/smartedit/documents/yourlife/coeliacforum_02_2009_de.pdf; http://www.mein-allergie-portal.com/allergie-news/285-zoeliakie-welche-psychischen-folgen-koennen-auftreten-was-kann-helfen;

 

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Zauberhafter Buchtipp: Das neue Kinderkochbuch mit Feldmaus Fiona

Kochbuch-kl- ZZZFliegende Müslischüsseln, Kartoffel-Heißluftballons oder Maiskolbenraketen … Die Neuerscheinung der Edition Buchstabensuppe (Kinderbücher rund um Zöliakie und glutenfreies Leben) im Mai 2014 ist „Das Kinderkochbuch“ – für Kinder mit und ohne Zöliakie.

Mit “Zucker, Zauber und Zinnober” hat Birgit Kulmer bereits ein reizendes Bilderbuch geschrieben, das Kinder mit Zöliakie mit einer wunderschönen Geschichte über die Feldmaus Fiona und ihre Freunde bezaubert und zeigt, dass ein Leben ohne Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste und Hafer durchaus schön sein und schmecken kann. Über ihr erstes Zöliakie-Bilder- und (Vor-)Lesebuch mit zuckersüßem Zauberkuchenrezept und zauberhaften Zeichnungen, haben wir bereits 2012 berichtet (http://blog.glutano.com/zoliakie/zoeliakie-zucker-zauber-zinnober.html).

Kochbuch ZZZDas neue, bezaubernd und liebevoll illustrierte Kinderkochbuch vereint Rezepte, die bei kleinen Feinschmeckern besonders beliebt und kinderleicht mit ihnen gemeinsam zuzubereiten sind. Dabei funktionieren alle Rezepte sowohl glutenfrei als auch „normal“. Ob Pizza, Pasta, französische Pfannkuchen (Galettes) aus Buchweizenmehl, Käsespätzle (Raben), schwedische Waffeln, Buchstabengebäck, Kastanienkuchen, Seefahrerplätzchen oder Räuberstockbrot – das Kochbuch bietet koch- und backbegeisterten Kindern einen animierenden Überblick über die einzelnen Schritte der Zubereitung ihrer Lieblingsspeisen. Ganz nebenbei erfahren sie in kleinen Geschichten und Anekdoten viel über die Herkunft der einzelnen Rezepte und Zutaten.

Auch mit Mais, Reis, Kartoffeln, Hirse, Buchweisen oder Nüssen kann man wunderbare Dinge zaubern. „Ich empfehle besonders Himbeertarte-Tamtam“, sagt die Autorin Birgit Kulmer.

Das Kochbuch, das aus Mitteln der Robert Bosch Stiftung und mit Unterstützung der Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung e.V. entstanden ist, wird bald in vielen gastroenterologischen Praxen und Ambulanzen für kleine Patienten ausliegen, schreibt der Verlag. Sie können es bestellen, z.B. direkt über http://schnuddeldu.jimdo.com/

Zucker, Zauber und Zinnober. Das Kinderkochbuch
Autorin: Birgit Kulmer
Illustratorin: Anna Marshall
Verlag Edition Buchstabensuppe, 2014, ISBN: 9783981506815

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Allergiker in Not – Aufruf zur Unterschriftenaktion der DAAB

DAAB_vergissmeinnnichtDie Unterschriftenaktion “Vergiss mein nicht” verleiht Allergien eine Stimme, heißt es beim Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB).

Etwa 30 Millionen Kinder und Erwachsene in Deutschland sind von Allergien betroffen, aber nur noch zehn Prozent werden adäquat behandelt. Aktuelle Zahlen zeigen, dass nur noch 1,5 Prozent der deutschen Ärzte eine allergologische Zusatzausbildung besitzen. Und: die Zahl der Arztpraxen, die allergologische Leistungen anbieten, hat seit 2007 um rund 30 Prozent abgenommen. Vielerorts sind Allergologen bereits Mangelware, was zu entsprechend langen Wartezeiten auf einen Termin führt.

Deswegen lautet der Appell: Die Bundesregierung muss Allergien in den Fokus der Gesundheits- und Verbraucherpolitik stellen. 30 Millionen Allergiker fordern ein „Aktionsprogramm Allergien“ an die Politik, …

  • … dass Allergien ernst genommen werden,
  • … keine Ausgrenzung von Kindern mit Allergien in Kita und Schule, mitunter sichere Außerhausverpflegung für Lebensmittelallergiker ebd.
  • … Sicherheit und Klarheit bei Lebensmitteln und bessere Kennzeichnungen,
  • … Hinweis auf Allergieauslöser in Alltagsprodukten, wie Kosmetika, Spielzeug, Salben, Textilien,
  • … Erstattung aller Medikamente für Allergiker,
  • … ein Ende der allergologischen Unterversorgung,
  • … mehr Forschung zu Allergieauslösern und Therapien,
  • … Zukunft für die Allergologie in Deutschland, d. h. …

… u.a. Förderung von Studien, die Alltagsfragen von Allergikern betreffen, in der Forschung aber bislang keine Rolle spielen (z.B. Bewertung fraglicher Krankheitsbilder wie Gluten-Sensitivität, Relevanz von Histamin oder Schimmelpilzallergen in Lebensmitteln etc.).

Die DAAB-Unterschriftenaktion „Vergiss mein nicht“ steht dafür, dass Menschen mit Allergien, Asthma und Neurodermitis endlich die nötige Beachtung für ihre Situation erhalten. Unterschreiben Sie mit für die Aktion. Senden Sie Ihre Unterschrift per E-Mail an den DAAB:info@daab.de.

Der Deutsche Allergie- und Asthmabund e.V. sammelt alle Unterschriften und überreicht sie dem Bundesministerium für Gesundheit. Den ausführlichen Forderungskatalog lesen Sie unter: http://www.daab.de/aktionsprogramm/

Zum Download: http://www.daab.de/fileadmin/medien/pdf/vergissmeinnicht/pdf

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Erste Zöliakie-Leitlinie für Deutschland veröffentlicht

aboutpixelde _Opendoor_TimoPlatteEine verbindliche Leitlinie zu den Krankheitsbildern und der richtigen Behandlung von Zöliakie, Weizenallergie und Weizensensitivität hat nun erstmals die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen e.V. (DGVS) herausgegeben. Sie geht darin von einem deutlichen Anstieg von Zöliakie-Erkrankungen aus. Risikofaktoren dafür seien vor allem veränderte Ernährungsgewohnheiten und psychosoziale Einflüsse.

An der Entwicklung der Leitlinie waren neben Sachverständigen der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V. (DZG) führende nationale und internationale Experten unter anderem aus den Gebieten der Ernährungsmedizin, Gastroenterologie und Immunologie beteiligt.

Die S2k-Leitlinie „Zöliakie, Weizenallergie und Weizensensitivität“ informiert über den aktuellen Kenntnisstand der Krankheitsbilder, Diagnostik, Therapie, Pathologie und refraktärer Zöliakie einschließlich der Zöliakieassoziierten Malignome bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Sie soll zudem der evidenzbasierten Fort- und Weiterbildung dienen und somit eine Verbesserung der medizinischen Versorgung von Zöliakie betroffenen Personen erreichen.

Die komplette Presseerklärung der DZG dazu lesen Sie unter: http://www.dzg-online.de/files/1405-pm-leitlinie-zoeliakie-fe.pdf

Die Leitlinie finden Sie unter http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/021-021.html

 

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